Sonnenschutz: Die wichtigsten Antworten

Sonnenschutz: Die wichtigsten Antworten
Copyright: pixabay

Die am häufigsten gestellten Fragen und wichtigsten Antworten.

Was schädigt die Haut?
Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) sind, wie Sonnenstrahlen allgemein, elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Länge. Die UV-Strahlen kommen im Sonnenlicht nur zu rund fünf Prozent vor, ihre schädigende Wirkung auf die Haut kann aber erheblich sein.

 

Welche Schäden können UV-Strahlen in der Haut anrichten?
UV-Licht wird nach seiner Wellenlänge in drei Bereiche eingeteilt: UVC-Strahlen als der kurzwelligste Typ erreichen die Erdoberfläche in kaum messbaren Mengen und sind für die menschliche Haut wenig gefährlich. UVB-Strahlen sind sehr energiereich, kurzwellig und für die Bräunung der Haut verantwortlich. Sie verursachen aber auch Sonnenbrand und schädigen die Erbsubstanz (DNA) der Haut. UVA-Strahlen sind energieärmer, langwellig und dringen besonders tief in die Haut ein. Sie schädigen die Haut längerfristig und sind für die vorzeitige Hautalterung wie Faltenbildung und Pigmentflecken sowie für Sonnenunverträglichkeiten verantwortlich. Über die sicht baren Schäden hinaus, können die UVA-Strahlen ebenfalls die Zellen schädigen. Sind die Veränderungen an der DNA gering, werden sie von speziellen »Reparaturenzymen« wieder ausgebessert. Bei schwereren und immer wiederkehrenden UV-Überdosierungen können allerdings dauerhafte Schäden an der DNA entstehen.

Wie lange darf ich mit Sonnenschutzmittel in der Sonne bleiben?
Nicht jeder verträgt die Sonne gleich. Der richtige Sonnenschutz und die sogenannte »Eigenschutzzeit« (= der Zeitraum, den man ungeschützt in der Sonne verbringen kann) wird nach dem Hauttyp bestimmt.

Hauttyp I
Extrem sonnenempfindlich Kennzeichen: Rothaarig, Sommersprossen, helle Haut, helle Augen Hautkennzeichen: wird immer rot, ungeschützt innerhalb kürzester Zeit Sonnenbrand, keine bis geringe Bräunung max. Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten Empfohlener Lichtschutzfaktor: 50+

Hauttyp II
Sonnenempfindlich Kennzeichen: Blond, blauäugig, helle Haut Hautkennzeichen: wird immer rot, ungeschützt oft Sonnenbrand, geringe und langsame Bräunung max. Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten Empfohlener Lichtschutzfaktor: 30–40

Hauttyp III
Normal sonnenempfindlich Kennzeichen: Brünett, helle bis hellbraune Haut, dunkelgraue oder braune Augen Hautkennzeichen: manchmal Sonnenbrand, schnelle Bräunung max. Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten Empfohlener Lichtschutzfaktor: 20–30

Hauttyp IV
Weitgehend sonnenunempfindlich Kennzeichen: Dunkelhaarig, olive bis dunkelbraune Haut, braune Augen Hautkennzeichen: selten Sonnenbrand, tiefe und schnelle Bräunung max. Eigenschutzzeit: 30-40 Minuten Empfohlener Lichtschutzfaktor: 20

Was ist der Unterschied zwischen chemischen und physikalischen Filtern?
Sonnenschutzmittel mit chemischen Filtern enthalten Substanzen, die UV-Strahlen in der Haut in unschädliche Wärme umwandeln. Sie dringen in die Haut ein, müssen daher 30 min. vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Physikalische Filter bilden einen schützenden Film auf der Haut, dringen nicht in die Haut ein, reflektieren die Sonnenstrahlen. Ein feiner Film lässt die Haut anfangs weißlich erscheinen. Diese Mikropigmente z.B. Titanoxid, Zinkoxid, sind daher für Babys und Kleinkinder besonders geeignet bzw. bei Unverträglichkeit von chemischen Filtern. Der Sonnenschutz setzt sofort ein, es ist keine Wartezeit notwendig.

TIPP von Ihrer Apothekerin:
Bei Kindern soll man nicht nur auf die Sonnencreme vertrauen, die natürlich unparfümiert, wasserfest, mit hohem Lichtschutzfaktor ausgestattet und mit UVA- und UVB-Schutz versehen sein soll, sondern darüber hinaus einige Regeln beherzigen. Dazu zählen

  • eine Sonnenpause zwischen 11 und 15 Uhr,
  • UV-dichte Kappe samt Nackenschutz,
  • langärmelige Kleidung,
  • den Sonnenschutz mehrmals am Tag zu erneuern. Der generelle Fehler ist das Auftragen zu geringer Mengen.

 

Keine Sorge: Richtig vorbereitet können Sie die Sonne auch richtig genießen. Fragen Sie Ihre Apothekerin, Ihren Apotheker!

Zurück